Karate

KARATE BEGINNT UND ENDET MIT RESPEKT

Karate oder besser Karatedo ist eine waffenlose Kampfkunst, die sich auf den Ryukyu-Inseln, heute auch unter dem Namen Okinawa bekannt, entwickelte.

Die Ryukyu-Inseln waren früher ein eigeneständiges Königreich, dass eine günstige Lage sowohl zu China als auch zu Japan inne hatte und deshalb als Handelsstützpunkt beider Nationen genutzt wurde. Unter der Herrschaft des Königs Sho Shin in der zweiten Sho-Dynastie, die bis 1879 andauerte, wurden alle lokalen Kriegsherren entwaffnet. Dieses Ereignis führte dazu dass sich das Karate als eine waffenlose Kampfkunst, sowie auch das Kobudo, dass den Gebrauch von damaligen Alltagswaffen mit einschließt, entwickelte.

Die Satsuma-Invasion im Jahre 1609 führte zu einer Abhängigkeit Japans, was sich auch wiederum auf die Kampfkünste auswirkte, so hatte nun neben dem chinesischen Kempo auch die japanische Schwertkunst Einfluss auf das Karate genommen.

Als Ausgangspunkte der Stilentwicklungen im Karate gelten die Städte Shuri, Tomari und Naha, wobei den Städten Shuri und Tomari das Shorin-Ryu und Naha das Shorei-Ryu zugeordnet wird. Das Shorin-Ryu aus Shuri gilt als älteste dieser Stilrichtungen wobei im Shorei-Ryu die Ausprägungen des chinesischen Kempo am deutlichsten erkennbar sind.

Unter diesen Stilen haben sich die heutigen Stilrichtungen entwickelt. Die am Verbreitesten Stilrichtungen sind Shito-Ryu, Goju-Ryu, Wado-Ryu und Shotokan.

shitoryu

SHITO-RYU
Stilrichtungsgründer: Kenwa Mabuni

Den Namen „Shito“ für seine Stilrichtung leitete Kenwa Mabuni aus den Namen seiner beiden Meister (Itosu und Higoanna) ab, wobei das „Shi“ die japanische Silbe von „Ito“ darstellt und „To“ aus dem Schriftzeichen „Higa“ von Higoanna abgeleitet ist.

Das Shito-Ryu umfasst somit Ausprägungen aus dem Shorin-Ryu und dem Shorei-Ryu.

Kenwa Mabuni selbst galt als Kataexperte seiner Zeit. Das Shito-Ryu umfasst somit mehr Kata als alle anderen Stilrichtungen zusammen. Die heute Überlieferten stellen jedoch nur noch ca. 30% all dieser dar, die Mabuni studierte.


gojuryuGOJU-RYU
Stilrichtungsgründer: Kanryo Higaonna

Goju, setzt sich aus den beiden Silben „hart“ und „weich“ zusammen. Für diese Stilrichtungen sind weiche Abwehrtechniken, auf die harte Angriffstechniken folgen kennzeichnend. Ebenso haben die Stellungen eine Zentrierung zur Körpermitte zum Schwerpunkt.

Das Goju entstand aus dem Shorei-Ryu und ist somit dem Naha-Te zuzuordnen.


ShotokanSHOTOKAN
Stilrichtungsgründer: Gichin Funakoshi

Shoto bedeutet „das Rauschen der Kiefernwipfel“ und war sogleich der Künstlername Funakoshis. Das spätere Dojo Funakoshis wurde somit auch unter dem Namen „Shotokan“ bekannt („Kan“ = Haus).

Die Ursprünge dieser Stilrichtung liegen im Shorin-Ryu. Kennzeichnend für diese Stilrichtung sind tiefe, feste Stände und kraftvolle Bewegungen.

 

wadoryuWADO-RYU
Stilrichtungsgründer: Hironori Otsuka

Das Wado-Ryu („Wa“ = Harmonie, Frieden; „Do“ = Weg) hat seinen Ursprung sowohl im Karate als auch im Ju-Jutsu. Otsuka beschäftigte sich neben Karate noch mit verschiedenen anderen japanischen Kampfkünsten bevor er seinen eigenen Stil hervorbrachte.


ls kennzeichnend für das Wado-Ryu sind vor Allem folgende Dinge:

  • “keine unnötige Kraft“
  • „keine unnötigen Bewegungen“
  • „keine unnötigen Techniken“


Als Basis aller Stile gilt die Kata. Eine Kata ist eine Aneinanderreihung verschiedener Einzeltechniken (Kihon) und stellt einen Kampf gegen einen imaginären Gegner dar. Da es früher nicht möglich war wie heute, digitale Medien zu nutzen, wurde die Kampfkunst in Form verschiedener Kata mündlich und durch praktische Anleitung überliefert. Es war üblich eine Kata über mehrere Jahre zu trainieren.

Die dritte Säule des Karate (neben Kihon und Kata) stellt das Kumite dar. Im Kumite werden die erlernten Techniken mit einem Partner zusammen geübt. Zunächst abgesprochen, dann aber immer freier sollen somit Distanzgefühl, Reaktionsfähigkeit und kontrollierter Technikeinsatz geschult werden. Hierbei entwickeln sich eine bessere Selbstkontrolle, mehr Selbstvertrauen und eine innere Ruhe, die beim Kampf entscheidend sein kann.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Meister wie Funakoshi oder Mabuni ihr Karate in Japan zu verbreiten. Sie gründeten Schulen in verschiedenen Städten Japans und unterrichteten Karate an Universitäten.

Karate wurde früher als „chinesische Hand“ bezeichnet, doch benannte man es im Laufe der Jahre in Karate („Leere Hand“) um, um seine teils chinesische Herkunft zu verbergen. Auch Kata wie die Pinan-Serie fielen diesem Phänomen zum Opfer und wurden einfach in „Heian“ umbenannt.

Auf diesem Weg versuchte man Karate in Japan als eigenständige Kampfkunst zu verbreiten. Es galt Karate auch unter der Sicht des Budo zu verstehen und somit von der japanischen Gesellschaft anerkennen zu lassen, die noch überaus kritisch dem Karate gegenüber eingestellt war, stammte diese Kampfkunst ja aus Okinawa, dass noch nicht völlig als Teil Japans akzeptiert wurde.

Schließlich gelang es den Meistern, dass Karate als Kampfkunst im Sinne des Budo anerkannt wurde. Wie auch in anderen Budokampfkünsten gilt im Karate das Prinzip des „Shin-gi-tai“, das was aus dem Geistigen („shin“) hervorgeht, das was aus der Technik („gi“) kommt und das, was durch die körperlichen Aspekte („tai“) beigetragen wird. Es bezeichnet die geistige Haltung zu siegen, aber niemanden verletzten zu wollen.

Im Karate gibt es den Leitsatz „Karate ni sente nashi“ was soviel bedeutet wie „im Karate gibt es keinen ersten Angriff“. Dieser Satz ist wird oft so interpretiert, dass man im Falle eines Angriffs nicht zuerst die Initiative ergreifen soll. Im eigentlichen Sinne bedeutet dieser Satz aber, dass der Karateka erst gar nicht versucht sich in eine Auseinandersetzung zu verwickeln. Man geht dem Streit schon im Vorfeld aus dem Weg, indem man sich erst gar nicht auf eine Auseinandersetzung einlässt und Orte, die diese provozieren, meidet. Man gewinnt den Kampf, indem man ihn erst gar nicht austrägt.

Durch das Unterrichten an Universitäten hatte sich im Laufe der Jahre Karate zu einem Breitensport entwickelt. Im Sinne von einigen bedeuteten Karatemeistern sollte Karate von jeder Person betrieben werden können, da es einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und den Charakter der Menschen hat.

Es wurde ein Konzept entwickelt nach dem nun wie im Militär viele Menschen auf einmal unterrichtet werden konnten. So wurde das Training in Gruppen, sowie das Gürtelsystem eingeführt, nachdem heute noch trainiert wird. Es war nun möglich viele Menschen auf einmal in Karate zu unterrichten. Dies war früher nicht üblich, da ein Meister meist nur wenige Schüler hatte.

Diese Entwicklung fand vor Allem in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg statt und Karate verbreitete sich nun nicht nur in Japan, sondern auch in anderen Teilen der Welt.

Zusätzlich zum Breitensport wurde eine Möglichkeit gesucht Karate als Wettkampf auszutragen, was schließlich dann auch gelungen ist. Nun konnte Karate auch in einem sportliche fairen Vergleich von Personen gegeneinander ausgetragen werden, jedoch wurden gefährliche Techniken (wie z.B. auf Vitalpunkte) in Kumitewettkämpfen verboten, da sie ein zu hohes Verletzungsrisiko darstellen.

Heute wird Karate als Kampfkunst, Selbstverteidigung, Leistungssport und Gesundheitssport unterrichtet.

Im Karateverein Budokan Kaiserslautern e.V. ist es möglich sein Karatetraining nach den oben genannten Aspekten zu trainieren. Durch Motivation und Teamgeist, sowie das Training in effektiven Gruppengrößen gelingt es schnell Fortschritte zu erzielen. Hinzu kommt, dass sich durch beständiges Training die Konzentration und Selbstbehauptung der Trainierenden steigert.

Der Trainer des Budokan Kaiserslautern, Marcus Gutzmer, ist Diplomtrainer des DOSB, Landestrainer RKV, Vereinsmanager A, sowie A-Prüfer in Shotokan und SOK. Durch diese Qualifikationen ist ein sehr hochwertiges Training gewährleistet.

Im Budokan Kaiserslautern e.V trainieren Karatekas ab dem 2.Lebensjahr und über dem 60. Lebensjahr. Diese große Alterspanne verlangt ein fundiertes Wissen über die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers. Im Training wird ständig auf korrekte Körperhaltung geachtet, um Knie und Rückenverletzungen vorzubeugen.

Es ist jederzeit möglich in die Anfängergruppen einzusteigen und unverbindlich ein Probetraining zu absolvieren.

Quellen:

www.karate-news.de
Wikipedia (Geschichte Ryukyu-Inseln)
Toshiya Kenwa Mabuni – Leere Hand
Henning Wittwer - Shotokan

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